Markenkleidung oder no name Produkte

Manch einer von uns läuft wie eine Reklametafel durchs Leben. Von Kopf bis Fuß prangen die Logos der verschiedenen Hersteller auf unserer Kleidung und sorgen damit für einen ganz eigenen Look. DIe Wiedererkennung der Großen ist ausgezeichnet. Mit nur drei Streifen versteht es Adidas, ein Kleidungsstück aufzuwerten. Das Krokodil von Lacoste, die Schleife von Benetton, oder der Polo-Spieler von Ralf Lauren werten ein einfaches Kleidungsstück massiv auf. Aber lohnt es sich der Kauf teurer Markenkleidung, oder sind auch no name Produkte eine gute Alternative und eine Möglichkeit Geld zu sparen?

Markenkleidung

Auf den ersten Blick sind bei den bekannten Marken, die Logos im Vordergrund. Vergleicht man die Stücke aber etwas genauer, dann stellt man fest, dass die Wiedererkennung sich nicht nur auf die Logos stützt. Ein Nike Schuh hat schlichtweg einen anderen Stil, als ein Modell von Adidas. Erst wenn es um einen einfachen Schnitt geht und etwa ein simpler Sneaker von beiden Herstellern angeboten wird, macht das Logo den Unterschied. In einem Großteil der Kollektion gibt es wenig Verwechslungsgefahr. Farben, Schnitte und die Kombinationen sind herstellerabhängig und ein Teil der Markenidentität.

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Das Polohemd hat auch ohne Pferd keine Nachteile

Wohlfühlen

Die Marken investieren unvorstellbare Beträge in das Marketing. Damit erreichen Sie meist auch das, was sie wollen. Eine Marke löst bei uns spontan Emotionen aus. Durch die starke Präsenz in unterschiedlichen Medien, im öffentlichen Raum und natürlich an unseren Mitmenschen, haben wir ein ganz konkretes Bild vor Augen, wenn wir an die Markenkleidung eines bestimmten Herstellers denken. Dabei wirken die gekonnt in Szene gesetzten Motive der Werbekampagnen viel stärker, als der Mensch, dem wir zufällig in den Markenartikeln treffen. Marken transportieren ein Gefühl, das wir mögen. Sie bauen gezielt ein Image auf und verstärken es mit jeder neuen Aktion. Ein gutes Gefühl, das wir uns mit der Markenkleidung kaufen können.

Plagiate

Wer das Aussehen der Markenkleidung eines bestimmten Herstellers mag, aber Geld sparen will, der kann nur auf Plagiate zurückgreifen. Für kleines Geld bekommt man eine sehr ähnliche Kopie des Originals. Allerdings hat man an so einem Plagiat meist wenig Freude. Oft wird tatsächlich auf die billigste Qualität ein Logo gestickt. Das sieht zwar auf den ersten Blick gut aus und kann auch wirken, wie echte Markenkleidung, aber im Regefall bleibt so eine billige Kopie nicht lange in Form und ist außerdem nicht farbecht. Im schlimmsten Fall ist das Kleidungsstück voller Chemikalien und gesundheitsschädlich. Während Kopien von Luxusuhren recht harmlos sind und wirklich das Aussehen einer teuren Uhr kopieren, kann eine billige Textilie auch gefährlich sein. Außerdem stammt sie meist aus fragwürdigen Produktionsbedingungen.

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Dass ein kleines rotes Fähnchen einen großen Preisunterschied rechtfertigt ist der Marketingabteilung von Levis zu verdanken

No Name Produkte

Man sollte sich also von dem Gedanken befreien, eine perfekte Kopie von Markenkleidung zu kaufen. Echte No Name Produkte haben es nicht notwendig zu kopieren. Die Bezeichnung No Name ist dabei allerdings irreführend. Meist haben solche Produkte durchaus einen Markennamen. Eine Bezeichnung, unter der es oft auch ganze Kollektionen gibt. Doch diese Labels verzichten auf das teure Marketing. Und damit haben wir auch schon den Hauptunterschied herausgearbeitet. Große Hersteller nehmen den Produktionsfirmen große Mengen ab. Dafür müssen die Fabriken die strengen Vorgaben einhalten und etwa das Logo aufnähen. Die Herstellung ist also durch die Menge günstiger, durch die engen Vorgaben aber aufwändiger.

Massenproduktion

Die Herstellung von Textilien erfolgt in nahezu jedem Fall in Textilfabriken in Asien. Dabei spielt es keine Rolle, wie teuer etwa ein Polo später verkauft wird. Nur weil es von Ralf Lauren kommt bedeutet das nicht, dass bei der Herstellung mehr Geld investiert wird. Die Fabriken, in denen Markenkleidung, oder no name Produkte produziert werden, sind oft ident. Die Näherinnen nähen ein Monat lang Markenpolohemden und den nächsten Monat no name Polos. Zwar kann das Material variieren, die Qualität ist aber bei Markenkleidung nicht zwingend besser. Die hohen Absatzmengen der Markenprodukte braucht ein no name Produkt garnicht. Nachdem das Produkt meist nicht nach den Vorgaben des Käufers gefertigt wird, sondern aus dem Standardsortiment der Fabrik stammt, wird es auch in hohen Stückzahlen produziert. Nur dass am Ende nicht nur ein Abnehmer steht, sondern eben viele.

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Solange das Material von guter Qualität ist, spricht nichts gegen no name Produkte

Qualität

Die Qualität ist bei der Markenkleidung nicht zwingend besser. Die Textilfabriken müssen, damit sie auch die Aufträge der großen Marken bekommen, hohe Qualitätsstandards einführen. Diese werden dann zwangsläufig auch eingehalten, wenn no name Produkte gefertigt werden. Damit bleibt das Material, auf das man beim Kauf achten muss. Ansonsten steht das no name Produkt der Markenkleidung meist in nichts nach. Was bleibt ist das gute Gefühl, das uns die Marke vermittelt. Ein Gefühl, das wir sehr teuer bezahlen. Wer nicht auf Marken und ihre Wirkung verzichten möchte, der kann sich zumindest nur auf die Oberbekleidung beschränken. Markenunterwäsche zu tragen, oder ein teures Polo unter einem Pullover zu verstecken, ist nicht sinnvoll. No name Kleidung ist eine echte Alternative zu Markenkleidung. Ein Griff reicht aus, um die Qualität des Materials zu beurteilen und schon kann man sich sicher sein, ein gutes Produkt zu einem guten Preis zu kaufen.

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