Die Waschmaschine richtig bedienen

Es gibt zahlreiche Menschen, die auf eine eigene Waschmaschine verzichten. Stattdessen nutzen sie eine Gemeinschaftsmaschine im Haus, oder besuchen einen Waschsalon. Viele produzieren dafür aber viel zu viel Schmutzwäsche. Familien mit Kindern, aber auch Paare, die nebenbei Sport betreiben, haben große Mengen an Wäsche und nutzen die eigene Waschmaschine regelmäßig. In Familien oft auch mehrmals am Tag. Die Bedienung der Waschmaschine wirkt relativ einfach. Trotzdem passieren dabei zahlreiche Fehler, die letzendlich Geld kosten. Hier ein paar Tipps, wie man die Waschmaschiene richtig bedient.

Größer, schneller, teurer

Das ganze beginnt bereits bei der Anschaffung. Die Eckdaten, die bei einer Waschmaschine immer wieder genannt werden, sind die Energieeffizienz, die Größe der Trommel in Kilogramm und die maximale Schleuderzahl.

Die Energieeffizienz der Waschmaschine

Die Energieeffizienz von Haushaltgeräten wird anhand des jährlichen Stromverbrauchs berechnet. Jede Klasse wird mit einem Buchstaben ausgezeichnet. Früher war A die höchste, also die Klasse mit dem niedrigsten Energieverbrauch. Heute gibt es noch A+, A++ und A+++. Für die Ermittlung wird eine vorgegebene Anzahl an Waschgängen mit voller Beladung und Teilbeladung herangezogen. Zu beachten ist, dass Waschmaschinen mit größeren Trommeln zwangsläufig mehr Energie brauchen.

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Relativer Verbrauch

Hier kann man den Stromverbrauch einfach durch das Gewicht der Wäsche in der Trommel dividieren um einen Wert pro Kilogramm zu ermitteln. Braucht eine Maschine 45kWh/Jahr und hat damit die Effizienz A+++, dann wäre der Jahresverbrauch je Kilo Fassungsvermögen bei der 7kg-Maschine 6,42kWh/Jahr. Die 8kg-Maschine braucht nur 5,62kWh/Jahr. Sie ist also um mehr als 10% effizienter.

Die Energieeffizienz der Waschmaschine muss mit dem Fassungsvermögen der Trommel dividiert werden um zwei Waschmaschinen miteinander zu vergleichen

Wenig Stromsparpotential

Allerdings darf man die Energieeffizienz nicht überbewerten. Natürlich ist es ein Vorteil für die Umwelt, wenn man wenig Energie verbraucht. Um Geld zu sparen eignet sich diese Eigenschaft der Waschmaschine aber nicht. Zumindest nicht, wenn man eine möglichst hohe Energieeffizienz bezahlt. Die durchschnittlichen Kosten für 1kWh in Deutschland liegen bei 29,16 Cent. Vergleicht man eine Waschmaschine mit der Energieeffizienz A+++ mit 45kWh/Jahr mit derMaschine aus der Kategorie D mit etwa 90 kWh/Jahr, dann ist die jährliche Einsparung etwa 13,12 Euro. Setzt man die Maschine für 10 Jahre ein, dann beträgt die gesamte Ersparnis beim Stromverbrauch 131 Euro. Dieser Betrag ist meist niedriger, als die Differenz im Anschaffungswert.

Auf die Qualität achten

Das soll aber nicht bedeuten, dass man sich einfach die billigste Waschmaschine holen soll. Die Hersteller der günstigen Geräte sparen auch in anderen Bereichen und die Maschinen reichen in der Qualität meist nicht an die teuren Markenhersteller heran. Allerdings muss es nicht immer das Flagschiff sein. Auch das Vorjahresmodell, oder eine billigere Produktlinie können völlig ausreichen. Durch den geringeren Anschaffungspreis kann man mehr sparen, als wenn man auf die beste Energieeffizienz setzt.

Die Größe der Trommel

7 Kilogramm war lange der Standard. Heute gibt es auch Maschinen mit 8, oder mehr Kilogramm Fassungsvermögen. Physisch passt deutlich mehr Wäsche in die Trommel, allerdings darf man die Waschmaschine niemals komplett vollstopfen. Das Waschergebnis wird nämlich in erster Linie durch die Bewegung der Trommel und damit dem Durchwalken der Wäsche erreicht. Dazu muss aber ausreichend Platz sein, damit die Wäschestücke sich drehen und von oben wieder nach unten fallen können. Ist die Trommel bis auf den letzten Millimeter vollgestopft mit Wäsche, dann ist das Waschergebnis schlechter.

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Die Schleuderzahl

Die Schleuderzahl ist auch eine besonders hervorgehobene Angabe. Sie gibt an, mit wievielen Umdrehungen pro Minute sich die Trommel beim Schleudern der Wäsche dreht. Dabei gilt, dass die Wäsche trockener wird, wenn die Drehzahl höher liegt. Die höhere Zentrifugalkraft drückt mehr Wasser aus den Textilien. Dabei muss man aber bedenken, dass die hohen Schleuderzahlen nur dann nötig sind, wenn man die Wäsche später im Wäschetrockner trocknen will. Hier schlägt sich die Restfeuchtigkeit in der Laufzeit und damit auch in den Kosten nieder. Ansonsten ist es nicht unbedingt notwendig mit 1.800 Umdrehungen zu schleudern. Die feuchte Wäsche sorgt in der Wohnung für ein angenehmes Raumklima und ausreichend Luftfeuchtigkeit. Wer keinen Platz hat und einen Trockner verwendet muss aber auf die Drehzahl achten.

Waschmaschine richtig bedienen

Eine Waschmaschine zu bedienen ist nicht weiter schwierig. Je nach Hersteller wählt man das Programm mit Tasten und Knöpfen und lässt die Maschine laufen. Allerdings gibt es ein paar Tricks, wie man die Waschmaschine noch effizienter und das Wäschewaschen kostengünstiger macht.

Keine Vorwäsche

Waschmaschinen verfügen schon immer über die Funktion Vorwäsche. Das macht Sinn, wenn man ein minderwertiges Waschmittel verwendet und die Wäsche massiv verdreckt ist. Das hat vor ein paar Jahrzehnten noch Sinn gemacht. Heute ist eine Vorwäsche nicht notwendig.

Waschmittel direkt in die Trommel

Die Lade, in die das Waschmittel gefüllt wird, ist nicht notwendig. Sie wäre es, wenn man eine Vorwäsche machen würde. Da das aber nicht mehr zeitgemäß ist und das Pulver, oder das Flüssigwaschmittel ohnehin mit dem ersten Wasser in die Trommel gespült wird, kann man das Waschmittel auch direkt in die Trommel geben. Man spart sich damit die Reinigung der Lade, die mit der Zeit zu einem tollen Nährboden für Schimmel wird.

Weniger Waschmittel ist besser

Moderne Waschmittel sind Wunderwerke. Sie läsen Flecken mühelos. Allerdings muss man sich bei der Dosierung stark zurückhalten. Wieviel Waschpulver man auch verwendet, die Hälfte reicht im Regelfall genauso aus. Testen kann man das, indem man die Maschine einmal leer startet und beobachtet, ob sich am Wasser Schaum bildet. Der Schaum zeigt, dass noch Waschmittelreste in der Trommel waren, man also überdosiert. Genauso sollte am Ende des Waschvorgangs keine Lauge mehr in der Maschine sein. Bildet sich bis zum Spülen immer Schaum, dann wurde zu viel Waschmittel verwendet.

Richtig Waschen

Dosiert man das Waschmittel sparsam und gibt es zusammen mit der Wäsche direkt in die Trommel, dann kann man die Belastung der Waschmaschine stark reduzieren. Kombiniert man eine sinnvolle Dosierung mit ausreichend Platz in der Trommel und nicht zu hohen Temperaturen, dann steigert man damit die Lebensdauer der Waschmaschine und spart gleichzeitig Geld!

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